Voestalpine trotzt wirtschaftlichen Herausforderungen mit strategischen Maßnahmen

von Hubert Hunscheidt

Die voestalpine AG sieht sich im Geschäftsjahr 2024/25 mit einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert, insbesondere in Europa. Dennoch konnte der Konzern von seiner globalen Aufstellung profitieren, insbesondere durch starke Entwicklungen in den Bereichen Bahninfrastruktur, Luftfahrt und Lagertechnik. Gleichzeitig führten schwächere Märkte, insbesondere in der Automobilindustrie, zu Anpassungen. Mit dem Verkauf von Buderus Edelstahl und der Reorganisation der Automotive Components-Werke in Deutschland setzt voestalpine gezielte Maßnahmen zur Portfoliofokussierung und Effizienzsteigerung um.

Zudem verfolgt das Unternehmen seine "local for local"-Strategie konsequent weiter und investiert in Produktionskapazitäten in Nordamerika, Indien und Ägypten. Die Finanzkennzahlen zeigen einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis, was vor allem auf Marktfaktoren und Einmaleffekte zurückzuführen ist. Trotz eines soliden globalen Geschäftsverlaufs bleibt der Ausblick für Europa verhalten, während in Nordamerika und China positive Impulse erwartet werden. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem EBITDA von rund 1,3 Milliarden Euro.

Ausblick

voestalpine erwartet für das letzte Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 eine weiterhin stabile Nachfrage in den Bereichen Bahninfrastruktur, Lagertechnik und Luftfahrt. Während außerhalb Europas – insbesondere in Nordamerika und China – eine insgesamt positive Entwicklung prognostiziert wird, bleibt das wirtschaftliche Umfeld in Europa schwach. Insbesondere die Bau-, Maschinenbau-, Konsumgüter- und Automobilbranche zeigen keine Anzeichen einer Erholung.

Herausforderungen ergeben sich durch mögliche Handelshemmnisse in den USA sowie eine konjunkturelle Abkühlung in Brasilien. Dennoch dürften sich die chinesischen Standorte aufgrund der stabilen lokalen Industrieproduktion weiterhin gut entwickeln. Aufgrund dieser Faktoren rechnet der Vorstand mit einem EBITDA von rund 1,3 Milliarden Euro, leicht unter den bisherigen Erwartungen, was auch auf einmalige Sondereffekte wie den Verkauf von Buderus Edelstahl und die Reorganisation des Automotive-Bereichs zurückzuführen ist.

Quelle: voestalpine AG / Foto: marketSTEEL

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