Stahlmarkt erholt sich: Deutscher Monatsabsatz im Januar deutlich gestiegen

von Hubert Hunscheidt

Der deutsche Stahlmarkt zeigte im Januar deutliche Erholungstendenzen: Der monatliche Stahlabsatz erreichte 814.862 Tonnen. Das entspricht zwar einem leichten Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber einem kräftigen Plus von 76,3 Prozent gegenüber Dezember. Dies geht aus den am 21. Februar veröffentlichten Daten des Bundesverbandes Deutscher Stahlhandel (BDS) hervor.

Getragen wurde der Aufschwung vor allem vom Absatz von Flachstahl, der im Monatsvergleich um 80,8 Prozent auf 508.120 Tonnen zulegte. Dennoch lag der Flachstahlabsatz um 5,1 % unter dem Vorjahresniveau.

Positiv entwickelten sich auch die Langprodukte, deren Absatz im Monatsvergleich um 67,6 % auf 228.249 Tonnen stieg und damit um 11,9 % über dem Vorjahreswert lag. Sonstige Stahlprodukte folgten diesem Trend mit einem Plus von 76,3 % im Monatsvergleich und 14 % im Jahresvergleich auf 78.493 Tonnen.

Die von Platts befragten Marktteilnehmer sehen in den jüngsten Diskussionen um US-Zölle sowie in den bevorstehenden Wahlen in Deutschland zunehmend positive Faktoren für den Markt. Einige Experten betonen zudem die stabilen fundamentalen Rahmenbedingungen und argumentieren, dass sich die wesentlichen Nachfragetreiber in den letzten Wochen kaum verändert haben.

Platts bewertete den Preis für warmgewalzten Stahl (HRC) in Nordwesteuropa am 20. Februar mit 605 EUR pro Tonne ab Werk Ruhr - stabil im Tagesvergleich und 5 EUR pro Tonne höher als in der Vorwoche.

Die Lagerbestände an deutschen Stahlerzeugnissen lagen im Januar mit 1,895 Mio. Tonnen um 6,4 % über dem Vorjahresniveau und um 0,6 % unter dem Dezemberwert.

Flachprodukte machten mit 1,209 Millionen Tonnen 63,8 % der Gesamtbestände aus, was einem Rückgang von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, aber einem Anstieg von 8,8 % im Monatsvergleich entspricht. Die Lagerbestände an Profilerzeugnissen beliefen sich auf 651.346 Tonnen (34,4 % der Gesamtmenge), was einem Anstieg um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr und um 2 % gegenüber Dezember entspricht.

Quelle: Eurometal / Foto: marketSTEEL

 

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