Schweiz unterstützt Stahlindustrie mit Stromkostenrabatten
von Hubert Hunscheidt

Die Schweizer Regierung hat ein Subventionsprogramm für die Stahl- und Aluminiumindustrie aufgelegt. Wie das Nachrichtenportal SWI swissinfo.ch berichtet, können Unternehmen seit Jahresbeginn bis Ende 2028 staatliche Unterstützung in Form reduzierter Stromnetzentgelte erhalten. Die Ermäßigungen erfolgen gestaffelt: Im ersten Jahr werden die Gebühren um 50 % gesenkt, gefolgt von 37,5 % im zweiten, 25 % im dritten und 12,5 % im vierten Jahr. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Staat auf rund 37 Millionen Schweizer Franken (ca. 42 Millionen US-Dollar).
Hohe Stromkosten und Netzentgelte haben die Schweizer Stahlhersteller Swiss Steel und Stahl Gerlafingen in den letzten Jahren zunehmend unter Druck gesetzt. Produktionskürzungen und Stellenabbau waren die Folge. Die Gewerkschaft Syna führt die staatliche Unterstützung auf die Proteste der Beschäftigten seit dem vergangenen Herbst zurück. Erst im Februar hatten Arbeiter in einer Kundgebung Swiss Steel dazu aufgefordert, das Angebot der Regierung anzunehmen.
Allerdings ist die Förderung an Bedingungen geknüpft: Die Unternehmen müssen einen Plan zur langfristigen Sicherung ihrer Produktionsstandorte und Arbeitsplätze vorlegen sowie Investitionen zusichern. Zudem dürfen sie keine variablen Vergütungen an Management und Aufsichtsrat zahlen.
Quelle: SWI swissinfo.ch / Foto: marketSTEEL