Salzgitter-Konzern trotzt schwierigem Marktumfeld und setzt auf Transformation
von Hubert Hunscheidt

Die Salzgitter AG konnte sich 2024 trotz eines herausfordernden Marktumfelds behaupten. Während die stahlnahen Geschäftsbereiche unter ausbleibender Konjunkturerholung, hohen Importen und nicht wettbewerbsfähigen Energiekosten litten, sorgten der Technologie-Sektor und die Beteiligung an der Aurubis AG für positive Impulse. Bereinigt um Sondereffekte erreichte das Unternehmen ein Vorsteuerergebnis von 109 Mio. €.
Für 2025 bleibt die wirtschaftliche Unsicherheit hoch. Während konjunkturpolitische Maßnahmen der neuen Bundesregierung möglicherweise erst im zweiten Halbjahr greifen, könnten handelspolitische Entwicklungen in den USA neue Herausforderungen bringen. Dennoch erwartet Salzgitter für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz zwischen 9,5 und 10,0 Mrd. €, ein EBITDA zwischen 350 und 550 Mio. € sowie ein Vorsteuerergebnis zwischen -100 und +100 Mio. €.
Die Konzernleitung setzt weiterhin auf strategische Transformation und Kosteneffizienz. Die Umsetzung des Programms SALCOS® soll fortgesetzt werden, um langfristig eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Stahlproduktion sicherzustellen. Zudem wird das Maßnahmenpaket „Performance 2026“ ausgeweitet, um die Ertragskraft weiter zu stärken.
Vorstandsvorsitzender Gunnar Groebler kommentiert wie folgt: „Die wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland und der Welt zeigen, wie wichtig die konsequente Umsetzung unserer Strategie ist. Wir arbeiten mit voller Kraft daran, den Salzgitter-Konzern krisenfest aufzustellen, und die von uns eingeleiteten Maßnahmen zeigen Wirkung. Unser Transformationsprogramm SALCOS® setzen wir weiter konsequent um. Durch den modularen Aufbau sind wir sehr gut in der Lage, kontrolliert und mit der Marktentwicklung im Blick die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen. Wir gehen davon aus, dass die Rahmenbedingungen weiterhin fordernd bleiben werden. Umso größer ist unsere Erwartung an die Politik, endlich für eine spürbare Entlastung bei den Energiekosten zu sorgen und die hohen regulativen Hürden zu senken.“
Finanzvorständin Birgit Potrafki ergänzt: „Wir fokussieren uns auf die Transformation und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Salzgitter AG. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes haben wir ein positives Vorsteuerresultat vor Sondereffekten von 109 Mio. € erzielt. Gleichzeitig fallen unsere Nettofinanzschulden niedriger aus als erwartet. Das zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen. Unser laufendes Programm „Performance 2026“ haben wir erweitert und Maßnahmen zur weiteren nachhaltigen Ergebnisverbesserung unserer Geschäftsbereiche eingeleitet. Zudem haben wir als Reaktion auf die schwache Konjunktur ein kurzfristig wirksames liquiditäts- und ergebnisstützendes Maßnahmen Programm initiiert. Diese Weichenstellungen sind wichtige Investitionen in unsere Zukunft. 2024 war ein Jahr mit wichtigen Fortschritten: Wir haben den Verkauf von Mannesmann Stainless Tubes erfolgreich abgeschlossen. Unser Geschäftsbereich Technologie erzielte einen Rekordgewinn und unsere Beteiligung an der Aurubis AG lieferte einen deutlich stärkeren Ergebnisbeitrag als in den Vorjahren.“
Quelle und Foto: Salzgitter AG