Klöckner & Co. zieht sich aus Brasilien zurück

von Hubert Hunscheidt

Der deutsche Stahlhändler Klöckner & Co. gibt den brasilianischen Markt auf und hat eine Vereinbarung über den Verkauf seines Stahl-Service-Centers an den brasilianischen Stahlhersteller Gerdau getroffen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die brasilianische Wettbewerbsbehörde CADE. Dies berichtet das brasilianische National Institute of Steel Distributors (INDA), wie SteelOrbis meldet.

Klöckner & Co. war 2011 durch die Übernahme des brasilianischen Distributors Frefer Metals Plus für rund 300 Millionen BRL in den Markt eingetreten. Trotz des Vertriebs von Produkten wie warmgewalzten Coils, Grobblechen und Konstruktionsprofilen konnte das Unternehmen seine Wachstumsziele nicht erreichen. Der starke Wettbewerb mit großen Playern wie Usiminas, Companhia Siderúrgica Nacional (CSN), ArcelorMittal und Gerdau stellte eine Herausforderung dar.

Für Gerdau ist der Zukauf ein strategischer Schritt: Das Unternehmen hat seine Produktionskapazität für warmgewalzte Coils kürzlich auf 1,1 Millionen Tonnen pro Jahr erhöht und stärkt mit der Übernahme seine Expansionspläne im brasilianischen Stahlmarkt.

Quelle: SteelOrbis / Foto: Klöckner & Co.

Zurück

s