SSAB und Putzmeister blicken auf eine lange Geschichte der Partnerschaft und technischen Zusammenarbeit zurück. Durch die innovative Anwendung von hochfestem Strenx® Konstruktionsstahl und Hardox® Verschleißblech von SSAB hat Putzmeister sehr feste und leichte Lkw-Fahrwerke, Pumpenkranausleger und Betonmischertrommeln entwickelt. Die leichteren Maschinen erhöhen die Maschinenleistung und verringern zugleich den Kohlendioxid-Fußabdruck.

Nun haben die beiden Unternehmen eine Vereinbarung getroffen, um den nächsten Schritt zu gehen. Durch die Umstellung von konventionellem Stahl durch Stahl, der mit der speziellen HYBRIT®-Technologie erzeugt wird, kann ein erheblicher Teil der Kohlendioxidemissionen eliminiert werden. Die HYBRIT®-Technologie wurde von SSAB in Zusammenarbeit mit dem Bergbauunternehmen LKAB und dem Energieversorger Vattenfall entwickelt. Sie nutzt grünen Wasserstoff und fossilfreien Strom anstelle von Kokskohle zur Stahlerzeugung. Auf diese Weise werden die schweren CO2-Emissionen, die mit der herkömmlichen Stahlerzeugung verbunden sind, weitgehend eliminiert. Bei diesem bahnbrechenden Prozess wird Wasser als Hauptnebenprodukt anstelle von CO2 emittiert.

„Wir freuen uns über die globale Partnerschaft mit Putzmeister. Durch die Wahl von Stahl, der mit der HYBRIT®-Technologie hergestellt wird, zeigt Putzmeister, dass es möglich ist, den CO2-Fußabdruck von Baumaschinen zu reduzieren und gleichzeitig dieselbe hohe Stahlqualität beizubehalten“, sagt Thomas Hörnfeldt, VP Sustainable Business bei SSAB.

„Als führender Hersteller in der Baumaschinenbranche sind wir uns unserer Umweltauswirkungen und unserer Verantwortung bewusst“, ergänzt Alexander Diez, Head of Group GRC & Sustainability bei Putzmeister. „Die Reduzierung des Kohlendioxid-Fußabdrucks unserer Baumaschinen zählt zu den wichtigsten Prioritäten von Putzmeister für die Zukunft. Durch die Partnerschaft mit SSAB können wir Baumaschinen mit einem deutlich geringeren CO2-Fußabdruck anbieten und neue Maßstäbe für effizientes und nachhaltiges Bauen setzen.“

Die konventionelle Stahlproduktion macht rund 7 % der weltweiten CO2-Emissionen aus, wobei sowohl die primäre Stahlerzeugung als auch die Produktion von recyceltem Stahl zu den Emissionen beitragen.

Um die Klimaauswirkungen zu reduzieren, investiert SSAB in neue, innovative Produktionstechnologien, die eine Stahlerzeugung praktisch ohne jegliche fossilen Kohlenstoffemissionen ermöglichen werden – unabhängig davon, ob es sich beim Rohstoff um Schrott oder Eisenerz handelt.

SSAB ZeroTM basiert auf recyceltem Stahl, wird mit fossilfreiem Strom und Biogas hergestellt und ist seit 2023 für kommerzielle Lieferungen verfügbar. Fossilfreier Stahl von SSAB wird mit der HYBRIT®-Technologie aus Eisenerz hergestellt. 2021 produzierte SSAB im Rahmen einer Machbarkeitsstudie den weltweit ersten fossilfreien Stahl mit der HYBRIT®-Technologie. Seither sind zahlreiche Pilotlieferungen an Kunden in verschiedenen Branchen durchgeführt worden.

Quelle und Fotos: SSAB AB